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Lagerung von uranhaltigen Mineralien

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Strahlemann

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Beitrag Mi 7. Aug 2013, 15:29

Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Meines Wissens produzieren uranhaltige Mineralien während ihrem radioaktivem Zerfalls Radongas. Sind die Mengen bei einem knappen Duzend Minimounts überhaupt nennenswert, so dass sich wegen dem nicht ungefährlichen Radongases eine Auslagerung aus dem Haus in die Garage empfehlenswert ist?

Ich wohne weitab radongefärdeter Gebiete und einen Keller haben wir nicht.
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jsbid

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Beitrag Mi 7. Aug 2013, 18:09

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Strahlemann hat geschrieben:Sind die Mengen bei einem knappen Duzend Minimounts überhaupt nennenswert

Bzgl. Strahlenbelastung lautet eine Theorie (LNT): Jedes Quant zaehlt (im negativen Sinne).
Eine andere sagt, kleine Dosen machen nix (definiere: klein), eine dritte sagt: Kleine Dosen
sind sogar gesund (definiere: klein). So, jetzt suchs Dir aus ;-).

Ich persoenlich habe kein Problem mit dem Rn, stelle es aber auch nicht unters Bett.
Meine Mutter faehrt seit 20 Jahren (fuer viel Geld) nach Badgastein, legt sich dort in
den (Radon-)Heilstollen und fuehlt sich danach pudelwohl (mit ihren knapp 90 Jahren).
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Strahlemann

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Beitrag Mi 7. Aug 2013, 18:40

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Danke. Es geht ja auch um ein gutes Gewissen. Ich weiß, bzw. bin der Überzeugung, dass diese Mineralien "ungünstiger" als mein Uranglas ist, was ich ja hauptsächlich sammele.
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som3e

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Beitrag Mi 7. Aug 2013, 19:18

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Wenns nur um gutes Gewissen geht - pack es in die Garage. Als Sammler neigt man bekanntlich zum Übertreiben..
In Extremfällen würde ich eine Radon Messung mit einem entsprechenden Gerät vorschlagen. So muss man sich keine Gedanken ums Gewissen machen. ;)
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Strahlemann

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Beitrag Mi 7. Aug 2013, 19:52

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Da Radon ja zerfallsbedingt entsteht, könnte man berechnen wieviel Radon entsteht, wenn man den Strahlungswert kennt? Das ungeachtet der Tatsache gefragt, dass man mit herkömmlichen GMZ nicht die Gesamtaktivität eines Mineralstückes messen kann.
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som3e

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Beitrag Do 8. Aug 2013, 15:08

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Strahlemann hat geschrieben:Da Radon ja zerfallsbedingt entsteht, könnte man berechnen wieviel Radon entsteht, wenn man den Strahlungswert kennt? Das ungeachtet der Tatsache gefragt, dass man mit herkömmlichen GMZ nicht die Gesamtaktivität eines Mineralstückes messen kann.


Ich nehme an das man auf die Art und Weise kaum ein brauchbaren Wert berechnen kann. Selbst die Auswertung der professionellen Messungen und das Berechnen der Dosis scheint nicht immer ganz eindeutig zu sein..
Die direkte Messung der gleichgewichtsäquivalenten Aktivitätskonzentration hat den Vorteil, dass kein Gleichgewichtsfaktor geschätzt werden muss. Anderseits ist die Messung der gleichgewichtsäquivalenten Aktivitätskonzentration viel aufwendiger, da die Einzelaktivitäten der luftgetragenen, kurzlebigen Radon-Folgeprodukte bestimmt werden müssen. Dies ist α-spektrometrisch nur für 218Po und 214Po möglich. Zudem ist i. allg. die räumliche Verteilung der Folgeprodukte stark inhomogen.
Die Berechnung der effektiven Dosis aus der Messung der Radon-Aktivitätskonzentration oder der gleichgewichtsäquivalenten Aktivitätskonzentration bedingen deshalb in beiden Fällen bedeutende Unsicherheiten.


http://www.ptb.de/de/org/6/61/613/dosis.htm

Ohne Angst und Schrecken verbreiten zu wollen, wenn du sicher bist das dein Haus nicht auf einer Uranmiene steht, brauchst du wegen paar (kilos) Pechblenden kein Bedenken haben. Ansonsten gibt es für 200-300 euro Geräte mit deren Hilfe man gefährliche Rn Konzentrationen relativ gut messen kann.
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jsbid

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Beitrag Sa 10. Aug 2013, 15:08

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

som3e hat geschrieben: Ansonsten gibt es für 200-300 euro Geräte mit deren Hilfe
man gefährliche Rn Konzentrationen relativ gut messen kann.

Die werden bald wie Pilze aus dem Boden spriessen und billiger werden,
wenn, aufgrund der aktuellen Radon-Phobie, jeder so ein Ding haben will.
Und wenn die Lobbykratie wieder gesiegt hat, und die Vollpfosten in Berlin
und Bruessel genug eingelullt worden sind, werden die Teile eh Pflicht in
jedem Keller....

Wer bis dahin mit vergleichenden Messungen zufrieden ist, und mehr Zeit
als Geld halt, kann ja zur altbewaehrten Langdrahtmethode greifen...
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som3e

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Beitrag Sa 10. Aug 2013, 16:08

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

jsbid hat geschrieben:
som3e hat geschrieben: Ansonsten gibt es für 200-300 euro Geräte mit deren Hilfe
man gefährliche Rn Konzentrationen relativ gut messen kann.

Die werden bald wie Pilze aus dem Boden spriessen und billiger werden,
wenn, aufgrund der aktuellen Radon-Phobie, jeder so ein Ding haben will.
Und wenn die Lobbykratie wieder gesiegt hat, und die Vollpfosten in Berlin
und Bruessel genug eingelullt worden sind, werden die Teile eh Pflicht in
jedem Keller....

Wer bis dahin mit vergleichenden Messungen zufrieden ist, und mehr Zeit
als Geld halt, kann ja zur altbewaehrten Langdrahtmethode greifen...


Wobei das z.B in meiner Gegend völliger Blödsinn wäre sich über Rn Gedanken zu machen.. Hört sich mal wieder nach Geldmacherei an.
Dann doch lieber GM-Zähler Pflicht für jeden der Ökostrom bezieht. Fände ich sinnvoller... :mrgreen:
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Strahlemann

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Beitrag Sa 10. Aug 2013, 16:57

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Ich habe in meiner Vitrine mit Uranglas, Urankeramik, Glühstrümpfen und ein paar Mineralien einen Dosimeter (FAG FH41Z) gelegt. Innerhalb 24 h zeigte er 8 uS an. Das summiert sich auf ziemlich genau 3 mS /a.
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som3e

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Beitrag Sa 10. Aug 2013, 17:19

Re: Lagerung von uranhaltigen Mineralien

Strahlemann hat geschrieben:Ich habe in meiner Vitrine mit Uranglas, Urankeramik, Glühstrümpfen und ein paar Mineralien einen Dosimeter (FAG FH41Z) gelegt. Innerhalb 24 h zeigte er 8 uS an. Das summiert sich auf ziemlich genau 3 mS /a.


Eins ist sicher - deine Vitrine schafft es bei der Dosis ganz sicher bis ins hohe Alter!

Jetzt aber mal im Ernst: Alles was nicht schön ist und nur unnötige Belastung verursacht, auch wenn gering - sollte nicht unbedingt im Wohnzimmer gelagert werden. Ein alter abschließbarer Metallschrank außerhalb der Wohnräume ist dafür genau das Richtige.
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