Beitrag So 11. Jan 2015, 15:03

Das beeindruckende AOH 411

Kürzlich viel mir das bekannte Glimmer Fenster Zählrohr AOH 411 in die Finger. Durch den Jahreswechsel und reichlich Resurlaub war Zeit für den Experimentierdrang :)
Was bei kurzer Betrachung zuerst auffällt ist das riesige Glimmerfenster. Dank der Fläche würde ich es fast konkurrenzlos bezeichnen wenn es um das detektieren von Heliumkernen oder Elektronen geht.
Die Empfindlichkeit übersteigt die Angaben des Datenblattes bei weitem. Mein erster Versuchsaufbau bestand aus 2 Glühbirnen etwas Alufolie und einem Zeilentravo aus einem alten Tv Gerät.
Aus der Hochfrequenz entsteht eine beschleuniger Spannung von etwa 30 kV. Um Tatsächlich nur die erwünschten Elektronen nachzuweisen setzte ich vor das Fenster eine Dünne Folie aus Mu-Metall... Dadurch ist auszuschließen das sich das Zählrohr irgend ein elektrisches oder magnetisches Wechselfeld einfängt. Die entstandenen Elektronen waren mit dem Zählrohr hervorragend nachzuweisen. Beim Versuch sie abzubremsen war allerdings keinerlei Photonenstrahlung messbar.
Für diese Zwecke ist ein Zeilentrafo scheinbar bei weitem nicht Leistingsstark genug.
Sehr sehr gut ist das Detektieren von Alpha Teilchen möglich. Keine Probleme bereitet der direkte Nachweis von Radon.
Wer seine Uranmineralien für einige Stunden quasi in einem Luftdichtem Gefäß aufbewahrt..... Diese dann zügig entnimmt kann das ausströmende Radon Gas prima Messen. Natürlich handelt es sich bei den zusätzlichen Klicks nicht nur um Helium Kerne da das Radon ständig weiter zerfällt .Besser kann das unter den bezahlbaren Messgeräten nur der Minicont. Wobei hier zu sagen ist das eine Gas gespülte proportions Messkammer wohl kaum mit einem Gilmmer Fenster verglichen werden kann.