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Fotografie

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Sickranium

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Beiträge: 235

Registriert: Fr 2. Aug 2013, 22:13

Wohnort: Wien

Beitrag Mo 17. Mär 2014, 16:15

Fotografie

Bin mir nicht sicher, ob so ein Thread in dieses Forum passt/erwünscht ist. Falls nein, liebe Mods, bitte einfach löschen.

Für manche dient das Fotografieren in der Zone der Dokumentation des Erlebten und Gesehenen, für andere sind Bilder von verlassenen Orten der eigentliche Hauptgrund für Reisen in die Zone. Das Angebot an lohnenden Motiven ist dort wohl kaum zu übertreffen. Fest steht jedenfalls: kaum ein Zonentrip kommt ohne mitgebrachte Fotoausrüstung aus.

Hier könnt ihr alles, was euch dabei in die Quere kommt, diskutieren:
Womit fotografiert ihr?
Was nutzt ihr an Equipment, um zB. im Inneren von Gebäuden zu fotografieren, wo es kaum Licht gibt?
Was hat sich als besonders brauchbar erwiesen? Oder als besonders unnütz?
Geht ihr überlegt vor, oder schießt ihr Hunderte Fotos in der Hoffnung auf ein paar Glückstreffer?
Nutzt ihr Verfremdungseffekte wie zB Fischaugen-Objektive?
Fotografiert ihr, um ein möglichst optisch ansprechendes Resultat zu erzielen, oder geht's euch um das Einfangen des unverfälschten Eindrucks vor Ort?
Vielleicht hat ja wer Tipps oder Erfahrungswerte, die er mit der Runde teilen möchte. Oder Fragen, die er stellen will?
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KiR

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Stalker
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Registriert: So 28. Jul 2013, 16:48

Beitrag Mo 17. Mär 2014, 19:32

Re: Fotografie

So viele Fragen :D

Grundsätzlich möchte ich sagen, dass ich nicht zu denen gehöre, die in der Zone krampfhaft versuchen, kein einziges Bild, auf dem ein anderer Mensch zu sehen ist, zu schießen. Allerdings gibt es natürlich schon Motive, die man "personenfrei" einfangen möchte. Hier kommen wir auch schon zur Zweiteilung der Bilder, die ich für mich mehr oder weniger automatisch vornehme. Zum einen Schnappschüsse - ohne allzugroße Ansprüche, hier dürfen und sollen gerne andere Expeditionsteilnehmer zu sehen sein. Auf der anderen Seite überlegte Bilder, die hoffentlich wohl komponiert sind und dann in Lightroom noch minimal bearbeitet werden. So oder so sollte jedes Bild eine Geschichte erzählen.

Aufpassen muss man bei der Photographie natürlich, dass man nicht nur noch durch mit dem Sucher vor den Augen herumläuft. Schließlich möchte man ja nicht nur Fotos, sondern auch nicht auf Film gebannte Eindrücke mitnehmen und die Zone "genießen" ...

Da ich mehrere Speicherkarten und Akkus habe, drücke ich auch lieber ein paar mal zu viel auf den Auflöser, als zu wenig. Oft ist bei den unüberlegt geschossenen Fotos ja auch was richtig Gutes dabei. Die Fotos, die ich am Ende aus Lightroom exportiere, um sie anderen zu zeigen oder an die Wand zu hängen, sollten aber für sich schon jeweils eine kleine Geschichte erzählen können.

Equipment ... EOS 650D mit 18-135mm-Kit-Objektiv ... dazu noch das günstige 50mm Festbrennweite. Mit dem fehlt mir allerdings noch die Übung - für Indoor-Shots ist es nicht so nützlich, wie ich dachte... Außerdem geht mir Objektiv-Wechseln "im Feld" ziemlich auf den Sack.

Besonders nützlich ist definitiv eine starke Taschenlampe ... sowohl für Schnappschüsse mit Lichtkegel als auch zum Ausleuchten von Aufnahmen mit Stativ.
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asafschnuff

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Registriert: Do 14. Nov 2013, 18:58

Beitrag Mo 17. Mär 2014, 22:06

Re: Fotografie

Auf Erfahrungen über Aufnahmen aus der Zone kann ich leider noch nicht zurückgreifen.
In meiner Jugend habe ich professionell fotografiert. Mittlerweile ist aber nur noch ein Hobby daraus geworden und selbst das ist gerade am einschlafen.

Übrig geblieben ist eine eos 40d.
An Objektiven verwende ich ausschließlich Festbrennweiten aus DDR Produktion. Aus meiner Sicht bringen die Carl Zeiss Optiken
hervorragende Ergebnisse zum Vorschein. Allerdings erfordern diese eine Weißabgleich Korrektor da sie anders vergütet sind. Praktisch sind M42 Adapter mit einem Chip, diese ermöglichen eine Scharfstellung mit Reaktion der Autofokus Messpunkte wenn die Bildschärfe erreicht ist.
Ebenfalls ist die Lichtempfindlichkeit beispiellos, die ostalgi Optiken lassen bei gleicher Lichtstärke immer mehr Licht hindurch als aktuelle Autofokus Modelle gleicher Lichtstärke "größte Blendenöffnung" Das 50 er 1.8 Tessar kostet kaum 50 Euro und ist aktuellen Festbrennweiten für einige hundert Euro überlegen. :o :o
Aber Vorsicht, der Umgang erfordert einiges an Erfahrung, .....

Ich würde nicht behaupten das zeitgemäße Optiken schlecht sind. Aber leider haben selbst preisintensive Modelle immer große Schwächen. Ich habe damals immer gekauft und wieder enttäuscht verkauft, nach endlosem Lehrgeld kam ich zu den Ost uralt Teilen...... Mein Eindruck billig und gut. Insbesondere auf Showbühnen wurde ich von DIV. Fotografen wegen meiner Technik belächelt. Fast hatte ich den Eindruck das die Stolz getragenen Objektive für diese Leute als Phallus oder Status Symbol angesehen und präsentiert wurden. Riesige Tele mit einer Öffnung wo der ganze Kopf reinpasst :roll: :twisted:
Am Ende kam kaum noch Licht am Sensor an :lol: :lol: :lol: Aber es sieht gut aus..... Nicht das Foto, .....die schwere Ausrüstung :lol: :lol: :lol: :lol:

Die wie Spielzeug wirkenden Objektive von mir haben immer ein helleres und knack scharfes Bild geliefert.


LG
Marcel
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Sickranium

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Beitrag Di 18. Mär 2014, 10:23

Re: Fotografie

Ich hab eine Canon EOS-700D, eigentlich hauptsächlich weil meine alte Bridge-Kamera die Möglichkeit nicht bot, Objektive zu wechseln. Bei den Aufnahmen in der Abenddämmerung war da mit Schärfe und dergleichen recht schnell Sense. Dem hoffe ich mit einem passenden Objektiv (und Stativ) entgegenwirken zu können.
Bei meinen Trips mache ich immer massenweise Bilder (ca. 2.500 in vier Tagen). Da ich zwar lt. Aussage Dritter ein ganz passables Auge für Motive, aber vom Fotografieren an sich nicht viel bis gar keine Ahnung habe, spekulier ich dabei auf ein paar Glückstreffer.

KiR hat geschrieben:das günstige 50mm Festbrennweite. Mit dem fehlt mir allerdings noch die Übung - für Indoor-Shots ist es nicht so nützlich, wie ich dachte...
Interessant, warum dieses? Ich hab mir das Teil vor kurzem auch für indoor-Aufnahmen bestellt, hauptsächlich wegen der Lichtstärke. Was stört dich daran?
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jsbid

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Beitrag Di 18. Mär 2014, 20:32

Re: Fotografie

Sickranium hat geschrieben:
Was hat sich als besonders brauchbar erwiesen?

Viele Speicherkarten zu haben die man haeufig wechselt so dass,
wenn man wiedermal was "Illegales" photographiert hat und man die
Karte rausruecken muss, nicht soviel verloren ist. Mache ich seit
meinem "Vektor-Abenteuer" so (war aber nie mehr noetig)...
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som3e

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Beitrag Di 18. Mär 2014, 21:09

Re: Fotografie

Mir war einmal das gleiche passiert beim nächtlichen Fotografieren an der Schranke in Dityatki. Der Blitz hat blöder Weise ausgelöst.. :D
Der freundliche Milizionär wollte auch nur das Foto gelöscht haben oder evtl. vielleicht etwas Geld. Ich hab mich freundlich fürs erste entschieden. Wäre aber auch n cooles Foto geworden..
Ansonsten ist eine lichtempfindliche Linse oft vom Vorteil. (das Foto wäre auch ohne Blitz was geworden, hab einfach nicht gemerkt das er an war... ja und an absolut dunklen Orten wie mancher Keller oder die Katakomben der dritten Ausbaustufe kommt man ohne einen guten externen Blitz kaum aus.
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KiR

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Stalker
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Beitrag Di 18. Mär 2014, 23:12

Re: Fotografie

Sickranium hat geschrieben:
KiR hat geschrieben:das günstige 50mm Festbrennweite. Mit dem fehlt mir allerdings noch die Übung - für Indoor-Shots ist es nicht so nützlich, wie ich dachte...
Interessant, warum dieses? Ich hab mir das Teil vor kurzem auch für indoor-Aufnahmen bestellt, hauptsächlich wegen der Lichtstärke. Was stört dich daran?

Die Lichtstärke ist in Ordnung, aber ich fand es relativ schwierig, bei beengten Platzverhältnissen mit der festen Brennweite den richtigen Bildausschnitt zu finden. Außerdem braucht der Autofokus manchmal mehrere Anläufe - manuell scharf stellen ist als Brillenträger auch relativ kacke. Ist aber sicher eine Übungssache...

Die zweite Speicherkarte hab ich auch zum Einsatz gebracht als wir im Dezember von der DUGA unten waren - nur vorsichtshalber :)
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Sickranium

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Registriert: Fr 2. Aug 2013, 22:13

Wohnort: Wien

Beitrag Mi 19. Mär 2014, 10:17

Re: Fotografie

Ich teil meinen Speicherplatz sowieso immer gern auf mehrere SD-Karten auf, unter anderem auch wegen der Angst, dass mal eine ausfallen könnte. Und wenn da dann ALLE meine Fotos drauf wären, krieg ich die Krise :D
Was ich bei meinem letzten Trip gelernt hab: eine Taschenlampe kann gar nicht stark genug sein. Ich hatte so n 140€-Led-Lenser-Teil mit 450 Lumen, aber in den großen Räumen der dritten Ausbaustufe -> vergisses! Da kommst dir vor wie mit einer Kerze im Fußballstadion. Zumal die meisten solchen Taschenlampen immer eher auf zielgerichtet fokussiertes Licht ausgerichtet sind. Is natürlich toll, dass das Teil gezoomt einige hundert Meter weit reicht, aber ich will damit ja einen großen Raum erhellen und nicht Batman rufen... :roll:
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KiR

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Stalker
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Registriert: So 28. Jul 2013, 16:48

Beitrag Mi 19. Mär 2014, 18:24

Re: Fotografie

Guter Punkt mit dem Aufteilen der Fotos ;)

Gegen eine mutierte Fledermaus hätte ich aber auch nichts einzuwenden, sofern sie sich denn dann auch ablichten lässt :D
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asafschnuff

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Registriert: Do 14. Nov 2013, 18:58

Beitrag Mi 19. Mär 2014, 20:15

Re: Fotografie

Und des halb DDR Optik. :) :D

Z.B. Das Flektogon 2.4 35 mm

Bsp.
Die günstige Version von Canon mit Plastik eos Aufnahme 50 mm Fest benötigt bei iso 100 und Blende 5.6 eine 160/sek. Für ein optimal belichtetes Bild.

Das Flektogon mit m42 Aufnahme... iso 100 , Blende 5.6 liefert bei identischen Lichtverhältnissen ein überbelichtetes Ergebnis bei 160/sek.
Wird kürzer Belichtet z.B. 320/sek. Ist der Kontrast und die Helligkeit wieder Optimal.
Entsprechend kommt es mit wesentlich weniger Licht aus. Bereits ab Blende 3,2 ist dieTiefenschärfe bei geringem Abstand zum Motiv zwar gering aber das Bild überzeugt mit einem herrlichem bookey.
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